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Inhalt "In der Löwengrube":
Der jüdische Schauspieler Arthur
Kirsch wird aus rassischen Gründen nach seiner in einem Tumult
der Zuschauer endenden Verkörperung des „Shylock“
entlassen. Er trennt sich von seiner Frau, einer umworbenen Diva,
und zieht sich mit seinen Kindern in die Tiroler Berge zurück.
Als urwüchsiger Tiroler Bergbauer
verkleidet, kehrt er ein Jahr später zurück, spricht jetzt
als bodenstämmiges, polterndes Naturtalent vor und wird begeistert
in die Riege der arischen Künstler aufgenommen.
Daniel ist in die Löwengrube
zurückgekehrt und lässt die faschistischen Raubtiere ab sofort
gehörig nach seiner Pfeife tanzen. Aus Rache für die einst
entwürdigende Behandlung schlägt er die nationalsozialistischen
Mimen mit ihren eigenen Rassengesetzen und wird mit der umjubelten
Darstellung eines heroisch-germanischen Wilhelm Tell zum Idealtypus
der Blut- und Boden-Ideologie. Nach der Auszeichnung zum „Gottbegnadeten“ durch
Goebbels droht die Täuschung allmählich aufzufliegen, die
Verdacht schöpfenden Widersacher beauftragen die Gestapo mit der
Untersuchung des Falls. Doch Kirsch alias Benedikt Höllriegl plant
seine Demaskierung auf offener Bühne und damit die Bloßstellung
des ganzen Rassenwahn-Systems. Als ihn dann der Mut verläßt,
scheint das System gewonnen zu haben. Doch Kirsch hält eine letzte,
triumphale Überraschung bereit.
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